Zielgruppenspezifische Gesprächskreise oder Treffs ermöglichen es, zu einem bestimmten Teil der Eltern Kontakt aufzunehmen. Beide Seiten leisten eine gute Erziehungsarbeit, wenn auch auf einem unterschiedlichen Reflexionsniveau. Fühlten sich die Eltern im Kindergarten wohl? Lehrerin, Kindergartenmutter) übernommen. (z.B. Auch die Auseinandersetzung mit einem Thema bei einem Elternabend kann zur Aktivierung der Eltern führen. Hier ist das Einzelgespräch mit der Erzieherin - sofern dies sprachliche Barrieren nicht verhindern - von besonderer Bedeutung, da auf solche Weise am besten das Vertrauen der Eltern gewonnen werden kann. Berichte aus der Praxis. Wichtige Voraussetzungen für einen solchen Prozess der Annäherung und zunehmenden Zusammenarbeit sind Grundhaltungen wie: Ein zentraler Wunsch von Eltern ist, dass sich die Kindergartenarbeit an der Lebenssituation und den Bedürfnissen ihres Kindes ausrichtet: Sein Wohl soll im Mittelpunkt stehen. Ziele der Elternarbeit Drucken Im Kontext der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verfolgen Erzieher/innen und Lehrer/innen folgende Zieldimensionen bzw. Erfahrungsgemäß sind gerade traditionelle Feste wie St. Martin, Muttertagsfeiern und Sommerfeste reformbedürftig: Müssen alljährlich noch kompliziertere Martinslaternen gebastelt werden? Kann nicht ein schwarzes Brett mit Informationen über Babysitterdienste, psychosoziale Einrichtungen oder zu verschenkende Kinderkleidung Eltern Entlastungsmöglichkeiten erschließen? Nur im ständigen Dialog können die Lebenswirklichkeit von Kindern, Schlüsselsituationen und relevante gesellschaftliche Tendenzen erfasst und hinsichtlich ihrer Bedeutung und Konsequenzen für die Kindergartenarbeit reflektiert werden. Dabei sollte die voraussichtliche Situation im Herbst Berücksichtigung finden: Anregungen für die erste Zeit im Kindergarten finden Sie im nächsten Kapitel. Auch sollte viel von Rückmeldungen, positiver Verstärkung und dem Herausstellen von Stärken der Eltern Gebrauch gemacht werden. Einen Einblick in den Kindergartenalltag vermitteln ferner Schnuppertage oder Besuchsnachmittage. Aufl. ), die Elternpartizipation und die Elternberatung. Deswegen haben wir - gemeinsam mit Eltern - eine Vielzahl von Möglichkeiten der Mitwirkung geschaffen und füllen diese mit Leben. 1996 Familie und Kindergarten sind gemeinsam für das Wohl von Kindern verantwortlich. Dies gilt erst recht, wenn es um Erziehungsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Familienprobleme geht. Eltern können auch am Kindergartenalltag teilhaben, ohne dass dies mit "großen" Aktionen verbunden ist. Im Jahresverlauf gibt es allerdings Zeiten, zu denen die Elternarbeit mehr Engagement fordert, wie z.B. Die Suchmaschine für die berufliche Bildung. zur Reflexion der Eingewöhnungszeit, als "Halbjahresgespräch" mit den Eltern aller Kinder) - und werden sie ebenfalls von den Erzieherinnen initiiert, sind sie weniger "angsterzeugend". auch in Waldorfkindergärten, werden mit Elternmitarbeit positive Erfahrungen gemacht (Gerzer-Sass/ Pettinger 1993). Sollten die Eltern zu Abendveranstaltungen nur schlecht zu motivieren sein, kann der Elternabend versuchsweise zur Abholzeit angesetzt werden, was auch der Situation von berufstätigen Eltern entgegenkommt (Kinderbetreuung anbieten!). Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Young Children 1992, 47 (3), S. 19-22, * Bröder, M.: Gesprächsführung im Kindergarten. Allerdings finden Vortragselternabende mit einem Referenten, die der Elternbildung dienen sollen, immer weniger Interesse. Außerdem muss die Situation im Team Berücksichtigung finden: Ist z.B. Doch verhalten sich diese Familien oftmals aus Erfahrungen des Zurückgestoßenseins heraus eher abweisend und leben zurückgezogen. Nur durch den Austausch von Erfahrungen mit dem Kind und von anderen relevanten Informationen sowie durch die Abstimmung von Erziehungszielen und -praktiken kann es zu einer Kontinuität zwischen öffentlicher und privater Erziehung kommen. den Grenzen - einer wertschätzenden und respektvollen, emotionalen und informell-sachlichen „Versorgung“ der Eltern einerseits, - dem Recht des Kindes auf einen „sicheren Ort“ andererseits, der oft auch den Schutz vor den Eltern, oder vor Aspekten der Persönlichkeit der Mutter oder des Vaters, unerlässlich macht - und dem professionellen Spagat der PädagogInnen, die das … Insbesondere wenn die Erzieherinnen selbst Elterngruppen oder Gesprächskreise gründen wollen, ist es wichtig, im Team u.a. Enjoy the videos and music you love, upload original content, and share it all with friends, family, and the world on YouTube. Finanziert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, LV Berlin, Textor, M.R./Blank, B. Elternmitwirkung bedeutet nicht, dass den Eltern nur undankbare Aufgaben wie das Bieranzapfen beim Sommerfest oder das Basteln für den Basar übertragen werden. Erst in einem "Aushandlungsprozess", in dem die Bedürfnisse, Erwartungen, Wünsche und Beschränkungen von Eltern und Erzieherinnen geäußert werden, kann zu einer kunden- und mitarbeiterorientierten Elternarbeit gefunden werden. Verhaltensweisen zeigen, die zu einem positiven Gesprächsverlauf beitragen: Kongruenz: Bei den Aussagen der Erzieherin stimmen verbale Botschaft, Gesichtsausdruck und Körperhaltung bzw. Beispielsweise kann ein Vater, der von Beruf Masseur ist, durchaus seine beruflichen Fertigkeiten in die Kindergruppe einbringen. Auf der einen Seite sind viele Eltern in der Erziehung ihrer Kinder verunsichert oder machen Erziehungsfehler (z.B. Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Inhalte? Erzieherinnen sollten ihre Grenzen erkennen und Eltern gegenüber aufzeigen: Sie sind keine professionellen Beraterinnen oder gar Therapeutinnen und haben auch nicht die Zeit, im Einzelfall mehrere längere Problemgespräche zu führen. Gerade diese Gruppen werden oft auch mit Vorurteilen belegt: So wird z.B. Es gilt hier wie bei Elternabenden mit externen Referenten, dass die Erzieherinnen die Co- bzw. Erziehungspartnerschaft zwischen beiden Bereichen: Familie und Kindergarten öffnen sich füreinander, machen ihre Erziehungsvorstellungen transparent und kooperieren zum Wohle der ihnen anvertrauten Kinder. Er zeigt den Kindern einige Massagegriffe, leitet sie bei einer Partnermassage an und führt sie hin zu einer entspannten Körperhaltung und Atmung. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch immer die Leitung der Gruppe übernehmen: Dies kann z.B. umfassen. (weniger negative Konsequenzen für Berufszufriedenheit und Selbstwertgefühl). Hilfsangebote können auch indirekt vermittelt werden, indem z.B. Der Workshop befasst sich mit Fragen und Antworten rund um 1. die Notwendigkeit, 2. den Möglichkeiten und Chancen und 3. den Grenzen et al. mitwirken? die gezeigten Gefühle überein. Bei allen Elternkontakten, insbesondere aber bei Termin- bzw. Das setzt zum einen Beratungskompetenzen und zum anderen die Vernetzung der Kindertagesstätten mit anderen Jugendhilfeeinrichtungen und psychosozialen Diensten voraus. Insbesondere im Bereich der Medienerziehung sehen Eltern sich alltäglich mit Fragen zu guten und schlechten Medieninhalten, empfehlenswerten Nutzungszeiten und Ähnlichem konfrontiert. Dabei ermöglichen mir meine beiden Töchter, Kindergartenrealität auch als Elternteil zu erfahren und so bisweilen einen Perspektivenwechsel vorzunehmen.". Außerdem dürfen sie nicht an sich den Anspruch stellen, das Kind "retten" zu wollen oder aus "unfähigen" Eltern gute Erzieher machen zu können. Eltern erwarteten vor allem (a) eine Öffnung des Kindergartens, (b) Ratschläge für die Beschäftigung von Kindern, (c) Hilfe bei Erziehungsschwierigkeiten und (d) Elternbildung. Ziele der Elternarbeit. Nicht ignoriert werden kann, dass es auch eine große Gruppe von Eltern gibt, die wenig Interesse am Kindergartengeschehen zeigen. All zu leicht werden sonst die Lebenslagen und Wünsche vor allem von besonderen Gruppen wie ausländischen oder Aussiedlerfamilien, sozial benachteiligten Familien oder Alleinerziehenden übersehen. Außerdem wollen sie im Zusammenhang mit ihren Angeboten in erster Linie positive, befriedigende Erfahrungen machen. Berufstätige Eltern und ihre Kinder im Konfliktdreieck. Informationen über Hilfsangebote für Familien mit verhaltensauffälligen Kindern, Eheproblemen usw. Da nicht nur das Zeitbudget der Erzieherinnen, sondern auch das der Eltern beschränkt ist (Textor 1994), sollte eine Ballung von Aktivitäten vermieden werden. angestellt. Dabei sollte von beiden Seiten deutlich gemacht werden, dass bei Kleinkindern schulisches Lernen weder in Kindergarten noch im Elternhaus Platz hat. Frage: Ich erwarte von der Elternarbeit des Kindergartens ... Informationen über die Gestaltung des Kindergartenalltags, Informationen darüber, wie sich Erzieherinnen bei Problemen mit Kindern verhalten, Möglichkeiten zum Ausleihen guter Spiele und Bücher, Elternbildung (Informationen über Erziehungsfragen, Ernährung usw. sich (z. Eltern zum Besuch einer Erziehungsberatungsstelle zu bewegen, wenn die Erzieherin sagen kann: "Ich kenne dort Frau X persönlich. München, Basel: Reinhardt (UTB), 4. an der Gestaltung von Festen (z.B. an der Vorbereitung eines Basars mitwirken? Videofilme, Dias und Kassettenaufnahmen aus dem Kindergartenalltag lockern nicht nur auf, sondern unterstützen häufig das gesprochene Wort und motivieren zum Gespräch. Das Team ist der geeignete Ort, um diesbezügliche Gedanken zusammenzutragen und zu diskutieren. Elternstammtisch: Aufgrund der Initiative einzelner Eltern oder des Kindergartenbeirats treffen sich Eltern regelmäßig abends zu einem eher geselligen Beisammensein. Hier wird deutlich, dass die Eltern der Elternarbeit eine große Bedeutung beimessen - selbst wenn nur ein Teil der Veranstaltungen besucht wird. In solchen Fällen ist deshalb die Vereinbarung eines Besprechungstermins angezeigt. dessen Elternarbeit, die bei einer Befragung von 423 Müttern und 351 Vätern aus Bayern durch das Staatsinstitut für Frühpädagogik ermittelt wurden (Fthenakis et al. Es ist zu berücksichtigen, ob das Thema für alle Kindergarteneltern oder eher für einen Gruppenelternabend geeignet ist. Noch besser sind persönliche Kontakte - so ist es immer leichter, z.B. Sie ist eine sehr freundliche Person und hat schon oft geholfen. Freiburg: Herder 1995, * Merz, C.: Im Kontakt mit Eltern. Innerhalb der Elternarbeit hat sich in den letzten 20 Jahren viel verändert. Sie arbeitet als freie Journalistin, Werbetexterin und Moderatorin. Der nächste Schritt in der Planung der Elternarbeit ist die Frage nach den Methoden, die geeignet sind, die gewonnenen Erkenntnisse aus der Situations- und Bedarfsanalyse und der Zieldiskussion umzusetzen. Dies gilt auch für Feste, die "in einem neuen Gewand" erscheinen könnten. 1. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Um lange Zieldiskussionen zu vermeiden und um dennoch die Meinung aller Mitarbeiterinnen (und auch die der Eltern) in die Zielfindung einbeziehen zu können, empfiehlt sich ein methodisches Vorgehen. Wichtig ist jedoch, dass genügend Zeit zum Gesprächsaustausch über die Familiensituation und die Entwicklung des Kindes sowie über die pädagogische Arbeit der Einrichtung, über Ängste, Wünsche und Erwartungen zur Verfügung steht. Die Mitwirkung der Eltern an der Gestaltung des Schullebens ist uns wichtig. Chancen und Grenzen in der Elternarbeit – mit entwicklungspsychologischem Fokus Interkulturalität und Migration Die politische Haltung zur Betreuung von Kleinst- und Kleinkindern in Hamburg lautet derzeit: „jeder Tag ohne Kita ist ein verlorener Tag“ für die frühkindliche Bildung, und dies insbesondere für Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund. Eine solche Auflistung von Elternwünschen wie in Tabelle 2 sollte aber nicht dazu führen, dass Erzieherinnen nun alle diese Formen der Elternarbeit anbieten. Ruhe, Konzentration und eine angenehme Atmosphäre. Hier sind der Kreativität und Phantasie von Erzieherinnen und Eltern keine (oder nur "zeitliche") Grenzen gesetzt. Ein Teil dieser Eltern kann eventuell durch neue Formen der Elternarbeit oder die direkte Ansprache aktiviert werden. Freiburg: Herder 1981, Nordt, G., Piefel, G.: Zusammenarbeit mit Eltern aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten in Tageseinrichtungen für Kinder. Planung, Durchführung, Nachbereitung. 1 Einleitung 2 Elternarbeit in der Grundschule 2.1 Formen der Elternarbeit 2.2 Chancen 2.3 Anforderungen und Grenzen 3 Elternarbeit im Hinblick auf die veränderte Familiensituation 3.1 Die veränderte Familiensituation 3.2 Bedeutung der Zusammenarbeit 3.3 Grenzen der Zusammenarbeit und Anforderungen an die Lehrperson 3.4 Die Zusammenarbeit mit Alleinerziehenden als Beispiel 4 Schlusswort "Alleswisser": Auch in diesem Fall ist eine gute Gesprächsvorbereitung wichtig. die Großeltern in den Kindergartenalltag einbeziehen. Und nach den ersten Anlaufschwierigkeiten wird deutlich werden, dass Erzieherinnen durch das gemeinsame Tragen von Verantwortung und die Zusammenarbeit mit Eltern durchaus entlastet werden.